Gott herausfordern heißt, auf ihn vertrauen

Nacht des Heiligtums 2010 endet mit Schlussgottesdienst

Die Band "1+1=11" heizt noch mal ein.Sonntag Morgen, nach Mit.Feiern und Durch.Machen am Samstag Abend und in der Nacht – es ist 10 Uhr und das Festzelt füllt sich mit teils müden und erschöpften, aber auf jeden Fall begeisterten Jugendlichen. Die Band »1+1=11« aus Würzburg heizt der Menge schon wieder kräftig ein, und spätestens beim Mottosong-Medley von »Face for your Face« (Nacht des Heiligtums 2007)  über »High, higher, highest« (2008)  und »Du wirkst. Unaufhaltsam.« (2009) bis zum diesjährigen Hit »Du aber wähle die Zukunft« ist das Publikum wieder voll dabei. Patrizia und Tobias, die beiden Moderatoren, gehen nun mit den Mikrofonen rund und fangen Echos vom Wochenende ein. »Das beste Podium, das ich bisher erlebt habe«, das ist zum Beispiel ein Kommentar zum Vortrag von Torsten Hartung vom Samstag Morgen. Workshops, Liebesbündnisfeier und Nachtkultur bleiben in ähnlich guter Erinnerung. Beim anschließenden Dank an alle Mitwirkenden wird klar, wie viele kleine und große Handgriffe in die Nacht des Heiligtums investiert wurden. Auch die beiden Moderatoren erhalten Applaus, und Kernteamsprecherin Stephanie Gerber ruft ihnen, auch stellvertretend für alle anderen helfenden Hände, zu: »Mit Euch haben wir eine gute Wahl getroffen.«

»Hast Du heute schon Gott herausgefordert?«

Kaplan Norbert Becker spricht zu den JugendlichenDie Nacht des Heiligtums findet ihren Abschluss im Sendungsgottesdienst, dem der Neupriester Norbert Becker vorsteht. Einst selbst in der Schönstattjugend verwurzelt, darf er nun als Geistlicher den jungen Leuten das Wort Gottes verkünden. In der Predigt deutet er das Motto des Festivals, die Zukunft zu wählen, als Herausforderung. Und zwar an Gott. In einem Zeltlager habe er als Gruppenleiter einmal seinen erschöpften Jungs auf einer Wanderung versprochen, nach der nächsten Pause keinen Meter mehr laufen zu müssen – »obwohl ich genau wusste, das noch zwölf Kilometer vor uns lagen.« Dank einer engagierten Frau und ihrem Auto erfüllte sich das Versprechen schließlich. Heute, so Becker, würde er Gott vielleicht nicht mehr so auf die Probe stellen. Denn Glaube sei ja kein Wunschkonzert: oben die Wünsche und Gebete rein und unten kommt die Problemlösung raus. »Aber man darf Gott herausfordern, indem man ganz auf ihn vertraut.« Pater Kentenichs Formulierung ist diese: »Unsere größte Sorge sollte sein, jede Sekunde endlos sorglos zu sein.« Das bedeute manchmal auch, alles auf eine Karte zu setzen – zum Beispiel, wenn die Zukunft gerade nicht sichtbar ist.

»Ich will, dass meine Zukunft rockt«

Die Festival-Zeitung "Night of the Shrine"Ein besonderer Segen und die »Night of the Shrine«, die exklusive Festival-Zeitung, verabschiedeten die Jugendlichen von der Nacht des Heiligtums 2010 und beschlossen ein erlebnisreiches und intensives Wochenende in Schönstatt. Umarmung, Händedruck, großes »Auf Wiedersehen« – und doch kann nach diesen drei Tagen jeder gewiss sein: Wähle Du die Zukunft, vertrau auf Gott. Er geht mit.

Autor: Redaktion
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