Die Nacht des Heiligtums 2011 hat begonnen

Seit heute Mittag strömen die Teilnehmer aus allen Teilen der Welt auf den Berg Schönstatt. Die vielen internationalen Gäste, die dieses Jahr an der Nacht des Heiligtums teilnehmen, haben das Kernteam bereits im Vorfeld des Jugendfestes beschäftigt. So musste beispielsweise eine Simultananlage für die Übersetzung in die jeweiligen Sprachen organisiert werden. Diese wurde übrigens von Leo Elbert gespendet. Ihm an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Zusammen mit den deutschsprachigen Teilnehmern, wurden die internationalen Gäste bereits bei der Anfahrt auf das NdH-Gelände durch ein großes Banner mit der Aufschrift “Unglaublich schön, dass du da bist” begrüßt. Am Parkplatz angekommen wurden die Teilnehmer durch schwarz und weiß gekleidete Helfer empfangen, die sich als mehr oder weniger glaubwürdig entpuppten. Dabei konnte so mancher einen Gutschein über fünf Minuten im Heiligtum von den weiß gekleideten erhaschen.

Nach der Anmeldung und Registrierung wartete “die perfekte Ankunft”. Hier konnten sich alle an kleinen Geschickligkeitsspielen erproben, die ähnlich wie in der Fernsehshow “Die perfekte Minute” innerhalb einer Minute gemeistert werden mussten. Dass das ein oder andere Spiel sich als deutlich schwieriger herausstellte, als zu Beginn angenommen, war spätestens dann klar, wenn man sich selbst daran versuchte. Denn wer hat schon jemals aus 1,80 Metern Entfernung versucht einen Schirm so an eine Kleiderstange zu werfen, dass er hängen bleibt. Klingt ungewöhnlich, klappte aber bei einigen, die es ausprobierten, erstaunlich gut.

Nach der “perfekten Ankunft”, die wegen der langen Schlangen vor der Anmeldung zwar länger als eine Minute dauerte, dafür aber nicht minder “perfekt” war, ging es zum “perfekten Beziehen” der Unterkünft in die jeweiligen Häuser. Der Vorteil dieses Jahr: Das Gepäck musste nach der Anmeldung nicht noch auf einen Berg geschleppt werden, da die Unterkünfte dieses Jahr alle am Berg Schönstatt sind und somit mitten am Ort des Geschehens. Dieser Vorteil zahlte sich auch direkt aus, denn die zentrale Essensausgabe im “Stall” war für alle schnell und einfach zu erreichen. Auch kam es den Teilnehmern entgegen, da dieses Jahr wohl Petrus dem Kernteam und den Teilnehmern nicht ganz so gesonnen war, wie es sich die Veranstalter vorgestellt haben. Aber dies scheinte der Stimmung keinerlei Abbruch zu tun. Gerade die südamerikanischen Gäste heizten die Stimmung richtig an. Und trotz Regen, war auf allen Gesichtern ein Lächeln zu sehen. Auch das Logistikteam, dass aufgrund der petrus’schen Gefühlsschwankungen, Material raus und wieder rein räumen musste, war gut aufgestellt und so konnte den Teilnehmern ein angenehmer Abend mit vielen Höhepunkten dargeboten werden.

Nach der Ankunft und Anmeldung und Essensausgabe erwartete die Teilnehmer in der großen Aula unter der Anbetungskirche dann die Eröffnung der Nacht des Heiligtums 2011. Das Kernteam stellte sich durch eine pfiffige Präsentation vor, bei der zu erkennen war, dass alle einzelnen Kernteammitglieder nach und nach dem Team um Maria beitreten, ganz im Stil von Facebook. Zum Schluss gab es noch eine Sportliche Einlage. Das Kernteam sprang durch die Leinwand, auf der eben noch die Präsentation zu sehen war. Daneben wurden die Teilnehmer mit auf eine musikalische Reise durch die verschiedenen Nächte des Heiligtums genommen. Die Band, die sich extra für die diesjährige NdH zusammengefunden hat, spielte dabei die Mottolieder der vergangenen Jahre so geschickt und genial, dass man den Eindruck gewinnen konnte, dass es sich um wahre hauptberufliche Musiker handelt, die schon ewig zusammen spielen. Das Freitagabend Programm überzeugt mit übertrieben dargestellten, lustigen Alltagsszenen (von Wohnungsbesichtigung bis hin zum Kleiderkauf), die schon erahnen liesen, was die Teilnehmer am Wochenende  erwarten wird.

Nach dem Abendgebet in der Anbetungskriche ging es zum – aufgrund des Regens aufgesplitterten – Nachtkulturgelände. Der “Stall” wurde zur stilvollen Cocktailbar im rustikalen Ambiente umfunktioniert und sorgte mit satten beats und einer effektvollen Lichtshow für eine klasse Stimmung, die einer Szenediskothek gleich kam. Im Eingangsbereich des Pater-Kentenich Hauses wurde die open-stage aufgebaut. Hier gab es neben allerlei Schönstattartikeln, Waffeln und Kreuzbergbier jede Menge künstlerischer Höhepunkte. So konnte man den Atemberaubenden Klängen eines Xylophons lauschen, bei deren Darbietung man eine Stecknadel fallen hören konnte. Auch eine Nasenflöte (ja so etwas gibt es wirklich) konnte man bestaunen und ganz nebenbei wurde allerlei Dicht- und Denkkunst aus Deutschland und auch aus Afrika präsentiert.  Für ruhige Momente sorgte die Bonifatiusbar mit gigantischen Sitzsäcken und gutem Kreuzbergbier. Man hatte stellenweise das Gefühl einer professionellen Kulturveranstaltung beizuwohnen und beinahe ein schlechtes Gewissen, dass dies alles kostenlos dargeboten wurde. Was für Talente. Wer wollte, konnte noch ein midnight-shopping am Selling-Point einlegen und einen der vielen Schönstattartikel ergattern. Mit vollen Einkaufstaschen und gut gefüllten Mägen (z. B. mit leckeren Waffeln aus der Kaffeebar), den ersten Eindrücken und viele Bilder im Kopf, ging es dann Richtung Bett.

Autor: Sebastian Hartmann
Link: http://www.nachtdesheiligtums.de/ruckblick/nacht2011/die-nacht-des-heiligtums-2011-hat-begonnen