“Man muss es einfach selbst erlebt haben”

An einem lauen Juni-Abend haben wir von ndh.de ihn in Wittighausen getroffen, den Mann, bei dem alle Fäden rund um die NdH 2011 zusammenlaufen, Matthias Brüll. In einem Interview hat er uns vorab Einblicke in den Ablauf der NdH 2011 gegeben und gleichzeitig den Stand der Planungen erklärt.

Matthias Brüll

ndh.de: Matthias, was machst du beruflich?
Matthias: Ich bin Holzmechaniker und derzeit als technischer Angestellter tätig.

ndh.de: Welche Position hast du bei der NdH, bzw. welche Aufgaben liegen bei dir?
Matthias: Ich bin Kernteamsprecher. Das heißt, ich halte den Laden am Laufen. Die einzelnen Unterteams im Blick behalten und den Kommunikationsfluss bündeln sind meine Hauptaufgaben. Ich vertrete zudem das Kernteam und die NdH nach außen und sorge für ein gutes Arbeitsklima bei den Teams. Außerdem sollte ich stets einen Plan B in der Tasche haben.

ndh.de: Das Kernteam plant also die NdH aber warum heißt das Kernteam eigentlich Kernteam?
Matthias: Gute Frage… Ich würde sagen, weil da der Kern der NdH an einem Tisch zusammensitzt. Und weil nur aus einem guten Kern eine gute Frucht hervorgehen kann.

ndh.de: Gute Frucht – das klingt ja vielversprechend, aber was könnte alles schief laufen, bzw. was bereitet dir am meisten Bauchschmerzen?
Matthias: Matthias muss lange überlegen. Die Stimmung könnte total kippen – und das Wetter. Das sind unberechenbare Faktoren. Auch die Koordination der Helfer auf Berg Schönstatt liegt mir noch etwas im Magen. Hier könnten gerade die dicken Mauern der Bildungsstätte für die Kommunikation via Handys zum Verhängnis werden. Deshalb werden wir auf gute Funkgeräte setzen. Aber alles in allem habe ich hinsichtlich der Planung nach dem letzten Kernteam-Treffen wirklich ein gutes Gefühl.

ndh.de: Welche drei Dinge sind auf der NdH 2011 unverzichtbar?
Matthias:
– viele Jugendliche und junge Erwachsene, ohne die geht es nicht!
– Raum für ein vielfältiges Angebot!
– und natürlich die Liebesbündnisnacht am Urheiligtum!

ndh.de: Die Sebastian HartmannNdH findet jedes Jahr statt, wird das nicht auf Dauer langweilig? Oder gibt es etwas, dass  die NdH 2011 von den bisherigen unterscheidet?
Matthias: Eindeutig der Ort. Die neue Umgebung auf Berg Schönstatt ist eine echte Herausforderung. Langweilig wird es ohnehin nie. Die NdH hat sehr wenig feste, gleichbleibende Elemente. Die vielen freien Elemente überwiegen und werden jedes Jahr neu gestaltet. Und das ist unsere Aufgabe.

ndh.de: Wie würdest Du die NdH in einem Satz beschreiben?
Matthias: Das ist schwierig in einen Satz zu fassen. Man muss es einfach selbst erlebt haben.

ndh.de: Mit einem Satz ist es da wohl nicht getan, dennoch scheint das Kernteam die NdH in nur drei Worten fangen zu wollen „glaubwürdig. Gefällt mir“. Was hat es mit dem Motto auf sich?
Matthias: Wir sind als jugendliche Christen in dieser schwierigen Zeit (auch für die Kirche) angehalten, glaubwürdig aufzutreten und unsere Erfahrungen und Werte weiterzugeben. Stets mit dem positiven Hintergedanken den Gegenüber zu begeistern und ein stückweit zum Glauben hinzuführen. Wir möchten mit dem Motto aufzeigen, dass moderner Glaube ganz einfach sein kann.

ndh.de: Die einen sagen „da muss ich unbedingt hin“, andere können kaum noch ohne „NdH“ und zählen schon Monate vorher die Tage. Busse weise strömen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Urheiligtum, um die Nacht der Nächte zu feiern und Ihren Bund mit der Gottesmutter zu erneuern. Wie erklärst Du dir diese Begeisterung?
Matthias: Das kommt durch die einmalige Atmosphäre, die am Urheiligtum herrscht und die erlebbare Nähe Gottes und der Gottesmutter. Dieses Jahr kommen eine neugestaltete Atmosphäre in Form einer neuen Örtlichkeit, eine Open Stage im Rahmen einer Gartenparty und außerdem ein wirklich interessanter Specialguest als Highlights hinzu.

ndh.de: Günther Jauch hat ja leider abgesagt, aber dennoch ist es Euch gelungen einen wahrlich würdigen Specialguest zu organisieren. Wer ist es?
Matthias: Unser Specialguest dieses Jahr ist Leo Maasburg. Er war jahrelang der persönliche Reisebegleiter von Mutter Theresa und hat viele Erfahrungen mit ihr zusammen gemacht. Er hat gesehen, wie sie den Ärmsten der Armen geholfen und Ihre Hilfe angeboten hat, sowie glaubwürdig aufgetreten ist. Um ihn zu erleben, müsst Ihr aber schon selber kommen.

ndh.de: Wie geht die NdH mit der Finanz- und Eurokrise um? Gibt es auch für Jugendfeste einen Rettungsschirm?
Matthias: Da die NdH eine Veranstaltung der Schönstattjugend Deutschland ist, gibt es keine zentralen Zuschüsse, sodass wir auf Spenden und Sponsorengelder angewiesen sind. Hier gibt es die Möglichkeit schon mit kleinen Beiträgen, wie beispielsweise den Kauf eines Essensbons (ein Mittagessen bezahlen), das Fest zu unterstützen.

ndh.de: Zum Schluss möchten wir noch wissen, was sich für dich verändert hat, seit du im Kernteam bist.
Matthias: Da ich eine Telefonflatrate habe, eigentlich nur eine einzige Sache: Ich hab weniger Freizeit! Deutlich weniger!

ndh.de: Wir wollen deine Zeit auch nicht länger beanspruchen und danken dir für das Interview mit ndh.de. Abschließend bitten wir dich noch folgenden Satz zu vervollständigen:
Wenn morgen NdH wäre, dann…

Matthias: Würde ich mir freinehmen und hingehen.


Autor: Sebastian Hartmann
Link: http://www.nachtdesheiligtums.de/ruckblick/nacht2011/man-muss-es-einfach-selbst-erlebt-haben