Hans im Glück

 

Es war einmal vor langer Zeit…
Aber halt! Hans im Glück ist eines der wenigen Märchen, das NICHT mit „Es war einmal“ beginnt.
Nach sieben langen, mühsamen Dienstjahren bittet Hans den Müllermeister, bei dem er gearbeitet hat, um seinen Lohn. Dieser überreicht ihm als Dank einen großen Klumpen Gold.
Voller Freude packt Hans den Klumpen in sein Tuch…
 … und macht sich frohen Mutes auf den Heimweg.
Schon bald wird ihm das Gold zu schwer.
Als Hans auf einer Wiese einen Reiter trifft, tauscht Hans ohne zu zögern seinen Goldklumpen gegen dessen Pferd ein.
Das Pferd aber ist störrisch und wirft Hans in der nächsten Kurve bereits in den Straßengraben.
Da kommt ein Bauer mit Kuh des Weges und bietet Hans an, sein Pferd gegen die Kuh zu tauschen.
Hans träumt schon von leckerer Frühstücksmilch und lässt sich auf den Handel ein.
Beschwingt setzt Hans seinen Weg nach Hause fort. Doch als er Durst bekommt, muss er feststellen, dass die Kuh keine Milch mehr gibt.
Ganz in der Nähe rastet eine Schweinehirtin. Sie wittert ihre Chance und schlägt einen Tausch vor.
Hans, der Kuh überdrüssig, willigt ein, in Gedanken schon bei Wurst und Haxe.
Die Schatten werden immer länger und Hans legt einen Schritt zu.
Es dämmert bereits, als Hans von einem  vorbeiziehenden Entenhirten erfährt, dass in der Gegend ein Schweinedieb gesucht wird.
Aus Furcht davor, als Dieb beschuldigt zu werden, nimmt er das Angebot des Entenhirten an und tauscht sein Schwein gegen eine Ente.
Wenig später läuft Hans einem Scherenschleifer über den Weg, der ihm von seinem lukrativen Geschäft als Schleifermeister berichtet.
Davon ganz angetan, überlässt Hans dem Scherenschleifer für den Schleifstein seine Ente.
Doch der weitere Heimweg mit dem schweren Stein wurde Hans bald anstrengend.
Daher entschließt sich Hans an einem nahegelegenen Brunnen zu rasten.
Als er Wasserschöpfen wollte, fällt ihm der Schleifstein in den tiefen Brunnen. Hans kann nur noch das Platschen hören.
Mit leeren Händen, aber von jeglicher Last befreit und daher überglücklich, kehrt Hans nach Hause zurück.
Seine Mutter freut sich riesig über die Rückkehr ihres Sohnes…
…und Hans läuft ihr in die Arme.

ENDE.

Autor: Bonkos
Link: http://www.nachtdesheiligtums.de/ruckblick/nacht2013/hans-im-gluck

 

Da hat sich wohl noch niemand getraut. Wie steht's mit Dir?